Rund um`s Metall

Aluminium

ist im Vergleich zu anderen Metallen noch nicht lange bekannt. Es ist ein silbrig-weißes Leichtmetall, das dritthäufigste Element und häufigstes Metall in der Erdkruste. Allerdings kommt es aufgrund seines unedlen Charakters praktisch ausschließlich in gebundener Form vor. Bei der Herstellung unterscheidet man Primäraluminium, auch Hütten- aluminium genannt, das aus Bauxit gewonnen wird, und Sekundäraluminium aus Aluminiumschrott. Die Wiederverwertung benötigt dabei etwa 5% Energie der Primärgewinnung.

Blei

wurde schon in der Bronzezeit verwendet um Bronzen herzustellen. Mit Beginn der industriellen Revolution wurde Blei dann in großen Mengen für die chemische Industrie benötigt. Heute liegt die Menge des gewonnen Bleis bei den Nichteisen- metallen an 4. Stelle nach Aluminium, Kupfer & Zink. Es wird v.a. für Batterien verwendet. Die bedeutendste Quelle ist heute das Recycling alter Bleiprodukte. Daher bestehen zB in Deutschland nur noch zwei Primärhütten, die Blei aus Erz herstellen. Alle Anderen erzeugen sogenanntes Sekundärblei, in dem altes Blei aufarbeitet wird.

Chrom

Chromsalze wurde bereits im Alten China benutzt, um Bronzeschwerter haltbarer zu machen. Im 19. Jahrhundert wurden Chromverbindungen über- wiegend als Farbpigmente und in der Chrom- gerberei (wichtigstes Verfahren zu Herstellung von Leder) verwendet. Ende des 20. Jahrhunderts werden Chrom und Chromverbindungen haupt- sächlich zur Herstellung von korrosions- und hitzebeständigen Legierungen eingesetzt.

Eisen

Belege für die Nutzung von Eisen in verschiedenen Kulturen sind relativ selten. Einerseits wurde Eisen in den älteren Perioden der Geschichte nur in geringem Umfang genutzt, andererseits neigt Eisen an feuchter Luft, im Wasser und in der nassen Erde zur Korrosion, wodurch viele Gegenstände nicht erhalten blieben. Weltweit werden seit dem Jahre 2000 pro Jahr etwa 1 Milliarde Tonnen Eisenerz abgebaut. Zusammen deckt diese Menge etwa 70% des Weltbedarfs. Durch Einschmelzen von Schrott kann Eisen zurückgewonnen und damit der Restbedarf gedeckt werden.

Kupfer

ist ein hervorragender Wärme- & Stromleiter. Darüber hinaus zählt es auch zur Gruppe der Münzmetalle. Heute wird Kupfer in der Elektro- und allgemeinen Installationstechnik, für Präzisionsteile, Münzen, Essbesteck, Kunstgegenstände, Musik- instrumente uvm. verwendet. Da Kupfer in der Natur nur relativ selten in elementarer Form vorkommt, ist es mittlerweile ein teures Material geworden. Recyceltes Kupfer besitzt dieselbe Qualität wie der Primärrohstoff, womit die Rückführung aller kupferhältigen Produkte ein wertvoller Beitrag zur Schonung der natürlichen Ressourcen ist.

Messing

ist eine der bekanntesten Kupferlegierungen mit Zink als Legierungsmetall. Es ist etwas härter als reines Kupfer, jedoch nicht so hart wie Bronze. Obwohl schon in der griechischen Antike und auch im römischen Reich bereits Messing als goldähnliche Legierungszusammensetzung ohne genauere Kenntnis Anwendung fand, vergingen bis zur industriellen Nutzung und eindeutiger Erkenntnis noch viele Jahrhunderte. Heute sind die Einsatzmöglichkeiten von Messing sehr vielfältig.

Zink

Bereits im Altertum war Zink als Legierungsbestandteil von Messing in Gebrauch. Als eigenständiges Metall wurde es jedoch erst im 17. Jahrhundert entdeckt und verarbeitet. Heute wird Zink vor allem für den Korrosionsschutz von Eisen- und Stahlprodukten durch Verzinken genutzt. Wichtige Zinkprodukte sind auch Halbzeuge, meist in Form von Zinkblechen als Werkstoff im Bauwesen zum Beispiel als Dacheindeckungen, Regenrinnen, Außenfensterbänken, etc.

Zinn

Durch die Legierung Bronze, deren Bestandteil Kupfer und Zinn ist, gelangt es zu größerer Bedeutung. Lange nachdem Bronze durch Eisen verdrängt wurde, erlangt Zinn Mitte des 19. Jhd. durch die industrielle Herstellung von Weißblech von Neuem große Bedeutung. Mittlerweile jedoch wurde das kostbare Material meist durch preiswertere Alternativen ersetzt. Als Metalllegierungen mit niedrigem Schmelzpunkt wie zB als Lötzinn zur Verbindung elektronischer Bauteile, bei den Euromünzen, in der Schmuckverarbeitung und in der Medizin ist es nach wie vor unersetzlich.

Jochen Paradeiser
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